Quartiersentwicklung Bergedorf-West

Bergedorf-West ist eine Großwohnsiedlung, die zwischen 1967 und 1970 erbaut wurde. Die Siedlung ist seit 2019 offizielles Fördergebiet im Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE).

Seither beschäftigt sich die Bergedorf-Bille in enger Abstimmung mit dem Bezirksamt Bergedorf und der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen eingehend mit der behutsamen, zukunftsfähigen Weiterentwicklung ihres Bestandes.

Wohnraumangebot anpassen

Viele Bewohner*innen leben seit Jahrzehnten im Stadtteil. Mit ihnen ist auch das Quartier älter geworden. Wir richten unsere Planungen deshalb auf die veränderte Bedürfnisse aus. Unsere Ziele sind …

  • altersgerechte und generationen­über­greifende Wohn­angebote machen
  • mehr barrierearme Zugänge in Gebäuden und im Freiraum schaffen
  • die soziale Mischung im Quartier stärken
  • dringend benötigten, bezahlbaren Wohn­raum für neue Haus­halte bauen
Mobilität und Verkehr neu ordnen

Der ruhenden Verkehr soll neu organisiert werden. Parkende Autos beanspruchen viel Raum, der für neue Wohnungen und attraktive Freiräume fehlt. 2022 wurde eine Konzeptstudie in Auftrag gegeben. Ziel ist eine Bündelung der Stellplätze.

Die Planungen beziehen die Entwicklung des neuen Stadtteils Oberbillwerder ein. Künftige Verkehrs- und Wegebeziehungen fließen frühzeitig in das Konzept ein. Das Quartier soll gut an Oberbillwerder angebunden sein.

Freiräume stärken

Die Grün- und Aufenthaltsflächen sollen neu gestaltet und aufgewertet werden. Die Wege sollen übersichtlich angeordnet und die Nutzbarkeit der Flächen verbessert werden. Ziel ist ein Quartier, das allen Bewohner*innen Bewegung, Begegnung und Erholung ermöglicht.

Um die städtebauliche und architektonische Qualität der Quartiersentwicklung zu sichern, wurde ein anspruchsvolles Wettbewerbsverfahren durchgeführt. Die im April und November 2025 prämierten Entwürfe zeigen, wie sich unsere Wohnanlagen zukunftsfähig weiterentwickeln lassen: Sie verbinden neue Gebäude mit qualitätsvollen Freiräumen und schaffen klare Übergänge zu den angrenzenden Quartieren.

Die Planung setzt auf nachhaltige Mobilitätskonzepte und einen sparsamen Umgang mit Flächen. Serielles und modulares Bauen ermöglicht einen zügigen Baufortschritt und erhöht die Kostensicherheit. So bleiben die Nutzungsentgelte für unsere Mitglieder langfristig bezahlbar.

Mit der Quartiersentwicklung verknüpfen wir die Fortentwicklung unseres Bestands mit neuen Wohnangeboten. Damit wollen wir die Lebensqualität im Stadtteil stärken und ihn systematisch auf zukünftige Anforderungen vorbereiten.

Bis Ende 2026 entscheidet sich, ob unsere Bauvorhaben tatsächlich finanziell realisierbar sind.

Weitere Informationen zum durchgeführten Wettbewerb finden Sie hier.